15.11.2016 - 08:20

Wie Joachim Weingarten seine Stromrechnung um 90% gesenkt hat.

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Für Joachim Weingarten aus Hardegsen scheint die Sonne dieser Zeit besonders schön. Dank seiner Investition in erneuerbare Energien hat sich seine monatliche Stromrechnung auf ein Minimum reduziert. Weingarten macht sich autark, gerade mal 11% seines Stroms musste er seit Anfang des Jahres vom Großversorger beziehen, den Rest produziert er selbst und nutzt ihn für den Eigenverbrauch.

Der pensionierte Arzt hat bereits seit einigen Jahren eine Photovoltaikanlage auf seinem Eigenheim installiert. Aber nicht nur auf dem Dach, auch im Keller des Hauses wird dank eines Mikro-Blockheizkraftwerks und eines Energiespeichers die Energiewende vorangetrieben.

Dabei ist diese, laut Weingarten, eigentlich bereits in Hardegsen angekommen – denn Hardegsen ist eine Gemeinde, die rein rechnerisch schon mehr sauberen Strom produziert, als sie verbraucht. Solarenergie und Windräder haben hier und in umliegenden Gemeinden Einzug gehalten. Nur direkt genutzt wird die eigens produzierte Energie bisher kaum, stattdessen wird sie gegen eine staatliche Vergütung ins allgemeine Netz eingespeist und dann bei Bedarf wieder zurückgekauft. Das hat überlastete Netze und somit großflächige Netzausbauten zu Folge, für die der Steuerzahler aufkommt, und sorgt zudem für steigende Strompreise seitens der großen Anbieter.

Auch Weingarten möchte den stetigen Ausbau der Fernleitungen gerne vermeiden und sucht nach smarten Alternativen erneuerbare Energien besser zu nutzen.

Als Vorstandsmitglied der Bürgerenergie Hardegsen liegt ihm die Umwelt am Herzen: "Wenn man den CO2-Anstieg über die letzten 100 Jahre betrachtet, ist es wirklich dringend nötig in erneuerbare Energien und intelligente Technik zu investieren." Der Schlüssel ist für ihn dabei, den selbst erzeugten Strom auch möglichst vor Ort zu verbrauchen.

Gerade bei Photovoltaikanlagen ist die direkte Eigennutzung der selbstproduzierten Energie allerdings meist schwierig. Die größte Menge Strom wird mittags produziert, wenn die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht hat. Den meisten Strom verbraucht der durchschnittliche Haushalt jedoch morgens und abends, wenn die Photovoltaik-Produktion gering ist. Um seine selbst erzeugte Energie dennoch gleichmäßig selbst nutzen zu können, gibt es seit einiger Zeit eine Lösung - in Form von Energiespeichern. Sie speichern Strom, wenn er gerade nicht benötigt wird, und stellen ihn bei Bedarf später wieder zur Verfügung.

Weingarten setzt auf die sonnenBatterie, den vielfach ausgezeichneten Energiespeicher des jungen Allgäuer Unternehmens sonnen, welches sich innerhalb weniger Jahre zu Europas Marktführer für Batteriespeicher entwickelt hat. Für die sonnenBatterie entschied sich Weingarten vor allem aufgrund der sicheren Lithium-Eisenphosphat-Technologie und der Möglichkeit neben Photovoltaik auch alle gängigen Blockheizkraftwerke zu integrieren.

Einmal mehr nimmt er die Energiewende damit selbst in die Hand.

Bereits 2005 installierte Weingarten sein erstes Blockheizkraftwerk, 5 Jahre später folgte die kleine aber leistungsstarke Photovoltaikanlage, Ende 2015 dann die erste eigene sonnenBatterie. Mit ihr kann er bis zu 6 Kilowattstunden Strom speichern, die Eigenversorgung aus dem Zusammenschluss liegt seitdem bei fast 90% im Jahr – in der zweiten Novemberwoche 2016 gelangen ihm sogar 100% Autarkie.

Sein nächstes Ziel – die komplette Autarkie von Großversorgern. Deshalb will er der sonnenCommunity  von sonnen beitreten.  In dieser dezentralen Energiegemeinschaft können Mitglieder ihren sauberen Strom miteinander teilen.  Überschüssige Energie, die man selbst nicht benötigt, kommt in einem virtuellen Strompool. Darauf können die Mitglieder zugreifen, die gerade nicht genügend Strom erzeugen.

Mit der sonnenFlat erhalten Mitglieder der sonnenCommunity den restlichen Strom ab jetzt frei Haus – für 0 Euro Stromkosten. Der bisherige Energieversorger wird ersetzt! sonnenBatterie-Besitzer beteiligen sich dabei mit ihrem Speicher an der Stabilisierung des deutschen Stromnetzes. Ist beispielsweise zu viel Energie vorhanden, weil ein Sturm plötzlich große Mengen Windenergie ins Netz drückt, wird öffentlicher Strom in der sonnenBatterie gespeichert. Die sonnenBatterie muss dafür nur wenige Minuten in der Woche einen kleinen Teil ihrer Speicherkapazität zur Verfügung stellen, Eigenverbrauch und Langlebigkeit der sonnenBatterie werden nicht beeinflusst. Der Erlös für diese Dienstleistung fließt direkt in die sonnenCommunity und garantiert 0 Euro Stromkosten für alle.

Was Joachim Weingarten antreibt? Nach Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima ist er für den Umstieg von Atomkraft zu erneuerbaren Energien und möchte seinen Strom heute sauber und vor allem selbst produzieren. "Ich glaube an Produkte wie die sonnenBatterie und sehe sie als großen Fortschritt und als richtigen Weg in die Zukunft", bekräftigt Weingarten.

Die heutzutage vergleichsweise geringen Anschaffungskosten amortisieren sich zudem innerhalb einiger Jahre, nicht nur über sinkende Stromkosten, sondern auch durch den sonnenCommunity-Rabatt. Viel wichtiger ist Weingarten jedoch, dass er in etwas investiert, wofür ihm zukünftige Generationen noch in vielen Jahren danken werden.