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5-Personen-Haushalt mit etwa 200qm und PV-Anlage
Blog | April 2024

Solarpaket: Die neuesten Änderungen im Überblick

Mit dem neuen Solarpaket nimmt die Bundesregierung die Zügel in die Hand und setzt ein starkes Zeichen für die weitere Förderung von Solarenergie und zur Beschleunigung der Energiewende. Wie dieses Gesetzespaket verbesserte Wege für eine saubere und effiziente Energieversorgung in Deutschland ebnen soll? Wir haben für Sie die aktuellen Neuigkeiten zusammengefasst.

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Content Team

Was ist das Solarpaket?

Das Solarpaket ist ein Gesetzespaket, das darauf abzielt, den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland zu beschleunigen und zu vereinfachen. Es beinhaltet unter anderem Maßnahmen zur Entbürokratisierung der Installation von Solaranlagen, zur erleichterten Nutzung von Stromspeichern für alle und zur Förderung von Balkonkraftwerken.

Wie ist der aktuelle Stand für das Solarpaket?

Das Solarpaket, das bereits im August 2023 vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, sollte ursprünglich zum Jahreswechsel 2024 in Kraft treten. Es versprach, einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung bürokratischer Hürden beim Ausbau der Photovoltaik zu leisten. Allerdings wurde das Gesetzespaket aufgrund einer anhaltenden Debatte über den sogenannten Resilienz-Bonus vorübergehend auf Eis gelegt.

Der Resilienz-Bonus, bei dem Anlagenbetreiber zusätzliche Einspeisevergütungen erhalten sollten, wenn sie europäische Komponenten nutzen, war äußerst umstritten.

Nach ersten politischen Absagen an den Resilienz-Bonus in den vergangenen Wochen gibt es nun Gewissheit: Die Ampelkoalition hat sich auf ein neues Klimaschutzgesetz geeinigt. Teil dieser Einigung ist auch die Verabschiedung des Solarpakets – ohne einen Resilienz-Bonus. Das Gesetzespaket wurde am 26. April vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet.

Welche Auswirkungen hat das Solarpaket auf private Haushalte?

Im Allgemeinen ist das Solarpaket durchaus vorteilhaft für private Haushalte, genau wie Unternehmen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die genauen Auswirkungen des Solarpakets von verschiedenen Faktoren abhängen können, wie zum Beispiel der Größe und Ausrichtung der installierten Solaranlage, dem Stromverbrauch des Haushalts und den lokalen Gegebenheiten. Es ist daher ratsam, sich vor der Installation einer Solaranlage umfassend zu informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Wie sich das auf Interessenten von sonnen auswirkt, erklären wir gleich im nächsten Teil. 

  1. Einfachere Installation von Photovoltaikanlagen: 
    Mit dem neuen Solarpaket wird es für private Haushalte einfacher, Photovoltaikanlagen installieren zu lassen. Die bürokratischen Hürden werden abgebaut, was den Prozess der Installation und Inbetriebnahme von Solaranlagen vereinfacht.
     
  2. Balkonkraftwerke: 
    Eine der größten Änderungen betrifft die sogenannten Balkonkraftwerke. Diese kleinen Solaranlagen, die einfach auf dem Balkon oder der Terrasse installiert werden können, müssen nicht mehr beim Netzbetreiber gemeldet werden. Das bedeutet, dass private Haushalte nun einfacher und ohne bürokratischen Aufwand ihren eigenen Strom produzieren können.
     
  3. Eigenverbrauch aus PV-Anlagen und Speichern in Mehrfamilien- und Mietshäusern: 
    Das Solarpaket soll auch das gemeinsame Betreiben von PV-Anlagen in Mehrfamilien- und Mietshäusern deutlich vereinfachen. Bei dieser „gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung“ wird echter Eigenverbrauch endlich ohne viel Bürokratie möglich.
     
  4. Finanzielle Vorteile für mehr Haushalte
    Durch die Nutzung von Solaranlagen können private Haushalte ihre Energiekosten um ein Vielfaches senken. Zudem können sie durch die Einspeisung von überschüssigem Strom ins Netz zusätzlich Geld verdienen. Auf diese Vorteile haben nun noch mehr Haushalte einen einfachen Zugriff.

Das ist für Interessenten von sonnen wichtig zu wissen

Sie interessieren sich für das Komplettpaket aus Solaranlage und Stromspeicher? Diese TOP 3 Verbesserungen bringt das Solarpaket 1 für neue Kundinnen und Kunden von sonnen: 

  1. Solarstrom und Speicher für alle! 
    Die Zeiten, in denen Solarstrom und Speicher nur in Einfamilienhäusern zum Eigenverbrauch genutzt werden konnten, sind vorbei. Bisher mussten Nutzer „personenidentisch“ mit dem Anlagenbetreibenden sein, was den Eigenverbrauch von Solarstrom hauptsächlich auf Einfamilienhäuser beschränkte. Diese Hürde wurde überwunden, und es ist jetzt auch für Hausgemeinschaften – die oft über größere Dachflächen verfügen – möglich, selbst erzeugten Solarstrom mit Speicher zu nutzen. Das Schlüsselwort lautet „gemeinschaftliche Gebäudeversorgung“. Ein besonders kraftvoller und zukunftssicherer Stromspeicher stellt die sonnenBatterie dar, die sich bestens für Mehrfamilienhäuser eignet.
     
  2. Einfacherer Zugang zur Strombörse 
    Wer seinen Solarstrom bisher direkt an der Börse vermarkten wollte, musste dafür eine Fernsteuerung und einen Nachweis für den Netzbetreiber vorlegen. Diese veraltete Anforderung entfällt jetzt für Photovoltaikanlagen bis zu einer Größe von 25 kWp. Das erleichtert den Installateuren die Arbeit und ermöglicht es Haushalten, ihren Strom außerhalb des EEG zu vermarkten. Der Zugang zur Direktvermarktung von überschüssigem Solarstrom wird damit einfacher als je zuvor. Mit dem passgenauen Stromtarif sonnenFlat direkt bieten wir das Rundum-Sorglos-Paket. Sie profitieren von einer 20 % höheren Vergütung für jede eingespeiste kWh und erhalten auch an weniger sonnigen Tagen 100 % Ökostrom. Darüber hinaus erhalten Sie in unserem virtuellen Kraftwerk, dem sonnenVPP, eine jährliche Gewinnbeteiligung von aktuell 100 €.
     
  3. Vereinheitlichung der Netzanschlussregeln 
    Bisher gab es fast 900 verschiedene Regeln für den Netzanschluss von PV und Stromspeichern, da jeder der fast 900 Netzbetreiber eigene technische Anschlussbedingungen (TAB) hatte. Diese oft komplizierten Zusatzbedingungen werden nun bundesweit vereinheitlicht. Es darf hauptsächlich nur noch der Musterwortlaut des Bundesverbandes der Energiewirtschaft (BDEW) genutzt werden, und Abweichungen sind nur unter strengen Ausnahmen zulässig. Dies ist eine große Erleichterung für Installateure, die bisher in jedem Netzgebiet andere Anschlussbedingungen berücksichtigen mussten und zukünftig deutlich weniger Aufwand haben werden. Und wenn der Netzbetreiber nach einem Monat auf eine Anmeldung nicht reagiert, dann dürfen Anlagen bis 30 kW Leistung einfach angeschlossen werden. Das Warten auf die bürokratischen Prozesse hat dadurch ein Ende.

So oder so müssen sich Kundinnen und Kunden bei sonnen um bürokratische Hürden gewiss keine Sorgen machen. Unsere regionalen Fachpartner installieren das gewünschte Energiesystem inklusive Solaranlage und Stromspeicher mit allem, was dazu gehört. Auch die Registrierung beim Netzbetreiber sowie alle weiteren notwendigen Schritte bis zur Inbetriebnahme werden selbstverständlich übernommen. An unserer Seite stehen deutschlandweit über 400 Fachpartner und Meisterbetriebe. Das heißt, auch in Ihrer Region sind unsere zertifizierten Experten für die Unterstützung bei Ihrer persönlichen Energiewende bereit!

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Das Solarpaket zusammengefasst

Das Solarpaket stellt eine wichtige gesetzliche Grundlage dar, die den Ausbau der Photovoltaik in Zukunft deutlich erleichtern und beschleunigen soll. Es baut bürokratische Hürden ab und nimmt Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dem Energiewirtschaftsgesetz, dem Messstellenbetriebsgesetz sowie in einigen Verordnungen vor. Kleine Anlagen bis 30 kW dürfen angeschlossen werden, wenn der Netzbetreiber auf die Anmeldung nicht innerhalb eines Monats reagiert. Darüber hinaus soll das Paket das gemeinsame Betreiben von PV-Anlagen in Mehrfamilien- und Mietshäusern als gemeinschaftliche Gebäudeversorgung deutlich vereinfachen und auf Gewerbedächern innovative PV-Systeme künftig stärker fördern.

Das Überblickspapier der Bundesregierung zum Solarpaket finden Sie hier.