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Was ist die THG-Quote und was bedeutet sie für Besitzer von Elektroautos?
Blog | Januar 2022

Was ist die THG-Quote und was bedeutet sie für Besitzer von Elektroautos?

Mit der Treibhausgas-Minderungsquote, kurz THG-Quote, können sich Besitzer von Elektroautos eine jährliche Prämie sichern. Damit profitieren sie von einem politischen Instrument, mit dem der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt werden soll. Elektromobilität wird somit noch attraktiver.

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sonnen GmbH
Content Team

Was steckt hinter der THG-Quote?

Eine zentrale Rolle in der Energiewende spielt bekanntlich der Verkehr. Er macht rund 20 Prozent des CO2-Ausstoßes in Deutschland aus. Und ein zentraler Baustein für eine saubere Verkehrswelt ist die Elektromobilität. Um möglichst schnell dahinzukommen, gibt es zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität. Eine davon ist die THG-Quote bzw. das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote“.

Die Bundesregierung verpflichtet damit die Kraftstoffhersteller, die CO2-Emissionen ihrer Produkte wie Diesel oder Benzin bis 2030 schrittweise um 25 % zu senken. 2022 müssen es zum Beispiel schon sieben Prozent sein. Die Hersteller haben dazu viele Optionen. Sie können zum Beispiel die CO2-Bilanz ihres Kraftstoffangebots durch CO2-ärmere Bio-Kraftstoffe, grünen Wasserstoff oder eben mit Strom für Elektrofahrzeuge verbessern.  

Können die Kraftstoffhersteller diese Vorgaben nicht vollständig erfüllen, haben sie die Möglichkeit, Zertifikate von Elektroauto-Besitzern zu kaufen, und sie auf ihre CO2-Bilanz anrechnen zu lassen. Die Preise dafür haben nichts mit dem gesetzlich festgelegten CO2-Preisen zu tun, der aktuell bei 25 Euro/Tonne liegt. Stattdessen handelt es sich um eine rein marktgetriebene Preisentwicklung, die sich nach Angebot und Nachfrage richtet. Dies ist auch der Grund, warum die Prämien für THG-Quoten über das Jahr schwanken können.

Wie wird die THG-Quote berechnet?

Die Berechnung der THG-Quote hat eine grundlegende Überlegung: Der Strom zum Laden eines Elektroautos setzt weniger CO2 frei als ein Auto mit einem Verbrennungsmotor. Diese Differenz ist dann die Menge eingespartes CO2, die dem E-Auto zusteht und gehandelt werden kann. Der Betrachtungszeitraum ist immer ein Jahr, so dass zum Beispiel jährliche Änderungen beim CO2-Mix im Strom berücksichtigt werden können.

In die Berechnung der anrechenbaren CO2-Einsparung pro Elektrofahrzeug gehen mehrere Faktoren ein. Das sind zum Beispiel die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen des Strommix aber auch der fossile CO2-Referenzwert, die jährliche THG-Minderungsquote sowie der Effizienzfaktor für Elektromotoren. So ergeben sich für das Jahr 2022 rund 0,1436 kg eingespartes CO2/kWh. Zur weiteren Förderung der Elektromobilität wurde gesetzlich festgelegt, dass diese ermittelte CO2-Einsparung pro kWh bei reinen Elektrofahrzeugen ab 2022 dreifach angerechnet wird. Somit entspricht jede im Elektrofahrzeug verbrauchte kWh rund 0,431 kg CO2-Einsparung.

Der anrechenbare Stromverbrauch für ein rein batteriebetriebenes E-Fahrzeug für das Jahr 2022 ist beispielsweise auf einen pauschalen Wert von rund 2.000 kWh/Jahr* festgelegt. Somit können dieses Jahr 862 kg CO2 pro Fahrzeug beim Umweltbundesamt als THG-Zertifikate geltend gemacht werden.

Man kann zwar davon ausgehen, dass Haushalte mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage und einer intelligenten Wallbox ihr Auto besonders klimafreundlich laden, jedoch unterscheidet hier das Gesetz nicht und bietet allen Elektroautos die gleiche Pauschale.

 

Wieviel diese THG-Zertifikate dann wert sind, hängt dann davon ab, welchen Preis die Kraftstoffanbieter dafür bieten, um ihre eigenen Minderungsquoten erfüllen zu können. Vor der Corona-Pandemie lag dieser Wert bei etwa 400€/Tonne CO2, fiel währenddessen etwa auf 250€/Tonne CO2 und lag Ende 2021 bei etwas über 500€/Tonne CO2. Ähnlich wie ein Börsenstrompreis kann dieser Wert allerdings nach oben und unten schwanken. Bei einem Preis von 450€/Tonne CO2 hätten die eingesparten 862 kg CO2 zum Beispiel einen Wert von 388 Euro.

Die  Autobesitzer erhalten diesen Wert jedoch nicht 1:1 ausgezahlt. Da die Kraftstoffhersteller  nicht auf einzelne Besitzer von Elektroautos zugehen können, kaufen sie gebündelte Zertifikate von den entsprechenden Anbietern, zum Beispiel von sonnen. Für den Handel fallen natürlich Kosten an, die dann von den Einnahmen abgezogen werden. Jeder Anbieter für THG-Quoten hat hier seine eigene Kostenstruktur.

Mit welcher Prämie können Kunden von sonnen für 2022 rechnen?

Wir bei sonnen können unseren Kunden für 2022 eine feste Prämie von 300 Euro pro Auto zusichern.

Rechnet man das mit dem aktuellen Durchschnittsstrompreis von rund 32 Cent/kWh (11/2021) in Kilometer um, dann entspricht die Prämie von 350 Euro bei 15 kWh/100 km rund 6.250 Kilometern im Jahr, also knapp die Hälfte der durchschnittlich gefahrenen Kilometer in Deutschland. Ein weiterer guter Anreiz also für sauberes Fahren!

Alle Informationen zur THG-Quote und zur Registrierung finden Kunden auf dieser Homepage.

 

 

* Quelle: Bekanntmachung des Schätzwertes der anrechenbaren energetischen Menge elektrischen Stroms für ein reines Batterieelektrofahrzeug gemäß § 7 Absatz 3 der Verordnung zur Festlegung weiterer Bestimmungen zur Treibhausgasminderung bei Kraftstoffen, vom: 02.12.2021

https://www.bundesanzeiger.de/pub/de/amtlicher-teil?0&edition=BAnz+AT+16.12.2021